Kreiskrankenhaus Göppingen
Heydt trotzt dem Negativtrend bei Archivlösungen
Während sich namhafte Wettbewerber aus dem Markt für Patientenakten-Archivsysteme nach und nach verabschieden (müssen), meldet die Heydt-Verlags-GmbH in Rottenburg kontinuierlich neue Erfolge. Besonders innovativ zeigt sich die universell einsetzbare Informationsmanagement- Lösung HYDMedia im Kreiskrankenhaus Am Eichert in Göppingen.
Seit Dezember 2001 werden in dem Akutkrankenhaus der Zentralversorgung alte und neue Papier-Patientenakten nahezu vollautomatisch vor Ort mit zwei Farbscannern erfasst und als digitales Bild gespeichert. HYDMedia erkennt direkt beim Scannen den Barcode des Patientenstammdatenaufklebers und ruft anhand der Fallnummer die Stammdaten des Patienten und die Stationsnummer aus den beiden führenden Krankenhausinformationssystemen SMS-Clinicon und Care Center ab. Nach erfolgter Indexierung meldet HYDMedia dem KIS die Akte als digitalisiert zurück. Der Inhalt der Akte ist nach einem stark differenzierten System nach Belegarten indexiert. So ist es zum Beispiel möglich, bei Arztbriefen zwischen externen und internen Belegen zu unterscheiden. Die ursprünglich insgesamt 258 Belegarten des Krankenhauses wurden dazu in 50 Gruppen zusammengefasst. Erstmals werden im Routinebetrieb Farbbilder gescannt und über HYDMedia digital distribuiert. Die Übersicht über die in der Gesamtakte enthaltenen Dokumente ermöglicht das Betrachtungsmodul, HYDIntranet. Der mit allen java-fähigen Browsern lauffähige WebClient, kann bei entsprechenden Zugriffsrechten direkt aus dem KIS aber auch von Arbeitsplätzen ohne KIS-Zugang aus aufgerufen werden. Die guten Referenzen aus anderen Häusern und die problemlose Einbindung in die beiden bestehenden KIS gaben für das Projektteam des Kreiskrankenhauses um EDV-Leiter Dieter Weißenborn und den stellvertretenden Verwaltungsleiter Gerhard Winkler den Ausschlag für HYDMedia.
Neu ist in dem 920-Betten-Haus auch die geplante Einbindung von digitalen Röntgenbildern in die Archivlösung. Sobald voraussichtlich im dritten Quartal 2002 die Radiologie auf ein digitales Röntgensystem umgestellt ist, werden Ärzte und Pflegepersonal über HYDMedia aktuelle Röntgenbilder direkt am eigenen PC abrufen können. HYDMedia greift dazu auf das Archiv des Röntgen-Archivservers zurück, der auf eine Speicherkapazität von 30 Terrabyte pro Jahr ausgelegt wird. Während der behandelnde Radiologe an einer eigenen Workstation über Glasfaserkabel auf die Rohdaten in Befundqualität zugreift, generiert HYDMedia eine komprimierte Datei, die über das Intranet der Klinik gesendet wird. Angesichts der guten Erfahrungen mit HYDMedia erwartet Dieter Weißenborn von dieser Seite „keine Probleme mit der Umsetzung“.
Wirtschaftliche Stabilität als Qualitätsmerkmal
„Sich als Anbieter von Dokumenten-Management-Systemen und Archivlösungen für Krankenhäuser zu offenbaren, wird in letzter Zeit nicht immer mit Wohlwollen quittiert. Potenzielle Kunden sind verwirrt und verärgert über die negativen Schlagzeilen, die einige unserer Wettbewerber produzieren“ sagt Firmenchefin Alexandra Stöckl-Paul mit Blick auf die Turbulenzen im Markt. „Uns würde es zum Beispiel nie einfallen, Softwareentwicklungskosten als Aktiva in die Bilanz einzustellen“ verweist sie auf Geschehnisse der vergangenen Monate. „Als mittelständisches Familienunternehmen ist wirtschaftliche Stabilität für uns, auch im Sinne unserer Kunden, oberstes Gebot“. Die Stärke der eigenen Firma sieht Stöckl-Paul in den zum Teil seit Jahrzehnten bestehende Kundenbeziehungen und in praxisorientierten Innovationen. Zudem bietet Heydt einen Rundumservice von der Abholung der Papierakten, über das Scannen bis hin zur datenschutzsicheren Vernichtung an. „Gerade unsere langjährige Erfahrung mit Patientenakten hat uns gezeigt, dass wir bei einer digitalen Lösung auf offene Standards und unabhängig vom Betriebssystem funktionierende Software setzen müssen.“ An der von Heydt selbst entwickelten DMS-Lösung HYDMedia finden denn auch immer mehr Kliniken Gefallen. Kreiskrankenhaus Hameln, Kreiskrankenhaus Heidenheim, Werner-Wicker-Klinik Bad Wildungen, Kreiskrankenhaus Bergstraße in Heppenheim sind nur einige Beispiele von Neuinstallationen der letzten Monate. „Uns kommt zu gute, dass HYDMedia mit allen wichtigen Krankenhausinformationssystem (KIS) und Betriebssystemen zurechtkommt“ sagt Oliver Paul, Geschäftsführer für die Bereiche Marketing, Vertrieb und EDV. „HYDMedia ist zwar ein eigenständiges Archiv, ordnet sich aber dem führenden KIS perfekt unter, auch bei der Definition von Zugriffsrechten. Der Benutzer merkt nicht einmal, dass er über ein neues System verfügt. Zudem ist es leicht zu bedienen und der Wartungsaufwand für den Administrator ist minimal“.